Hommel+Keller fördert Berufsausbildung in der Region

Von links: Reinhold Dreher, Gerold Hagen (Leiter der Fachpraxis), Sigmund Grimm, Thomas Löffler, Walter Blaudischek.

Mit einer Werkzeugspende im Wert von rund 4.000,- € unterstützt die Hommel + Keller Präzisionswerkzeuge GmbH die Ausbildung an der Erwin-Teufel-Schule in Spaichingen. Geschäftsführer Sigmund Grimm überreichte  am Freitag, 19.02.2016 ein Sortiment hochwertiger Rändel- und Beschriftungswerkzeuge inklusive ausführlicher technischer Unterlagen an den Schulleiter, Herrn Thomas Löffler, der sich herzlich bedankte.

„Es ist uns sehr wichtig, dass junge Fachkräfte an hochwertigen Qualitätswerkzeugen ausgebildet werden und wir freuen uns, wenn wir mit unserer Spende dazu beitragen können, die Ausbildung in der Region zu stärken“, erklärte dazu Sigmund Grimm. „Zumal die Themen Rändel- und Beschriftungstechnik in den Lehrbüchern der Metallbearbeitung so gut wie gar nicht berücksichtigt werden“, stimmte Herr Dr. Walter Blaudischek, stellvertretender Schulleiter, zu. „Für unsere angehenden Zerspanungsmechaniker ist diese Spende also eine wertvolle Unterstützung“.  

Im weiteren Gespräch bedankten sich Löffler und Blaudischek für die vorbildliche Unterstützung in Sachen praxisnahe Ausbildung. So hielt die Firma Hommel+Keller in der Erwin-Teufel-Schule kürzlich einen Vortrag zum Thema „Investitionsplanung Maschine“. Eine weitere Schulung findet am 8. April bei Hommel+Keller in Aldingen statt. Inhalt wird die Anwendung der Rändel-und Beschriftungstechnik sein. Dabei wird nicht nur die Theorie vermittelt, sondern auch die Praxis direkt an der Maschine. „Bei Bedarf ist auch eine Unterweisung für die Schüler direkt vor Ort in Spaichingen kein Problem“, betonte Grimm. „Unser Rändelexperte, Herr Dreher, freut sich immer, seine Kenntnisse weitergeben zu dürfen. Er ist bereits seit über 50 Jahren für Hommel+Keller tätig und lässt in Sachen Rändeln keine Frage unbeantwortet.“

Der ständige Austausch zwischen Berufsschule und den ausbildenden Firmen in der Region liegt sowohl Thomas Löffler als auch Sigmund Grimm sehr am Herzen, profitieren davon doch beide Parteien ganz entscheidend. „Wir brauchen die Rückmeldungen der Industriebetriebe, um bei unserer Ausbildung auf Trends und neue Entwicklungen eingehen zu können“, so Löffler. Gut ausgebildete Zerspanungsmechaniker sind erfahrungsgemäß sehr gefragt. Leider gehen den Firmen diese wertvollen Arbeitskräfte im Zuge einer Weiterbildung, die meist in Vollzeit stattfindet, oft verloren. Daher bietet die Erwin-Teufel-Schule alle 2 Jahre eine berufsbegleitende Fachschulbildung zum Techniker mit der Vertiefung Zerspanungstechnik und Automatisierungstechnik/Mechatronik  an. So können Weiterbildung und Beruf gut kombiniert werden.

„Ein Trend im Bereich Zerspanung zeichnet sich z.B. bei der Schleiftechnik ab. Ein spezielles Verfahren in der Metallbearbeitung – auf den ersten Blick eher unscheinbar, aber unglaublich facettenreich und spannend im Detail“, so Thomas Löffler. Leider hinkt auch hier das Lehrmaterial der Entwicklung am Markt hinterher.  Daher steht die Erwin-Teufel-Schule bereits mit mehreren interessierten Firmen in der Region in Kontakt, um dieses Thema innerhalb der Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker zu intensivieren bzw. einen separaten Ausbildungszweig abzuleiten. Für Hommel+Keller ein wichtiges Thema, spielt doch die Schleiftechnik bei der Herstellung von Präzisionswerkzeugen eine entscheidende Rolle.

 „Generell legen wir sehr viel Wert auf eine praxisbezogene Ausbildung und die Vernetzung der Fachbereiche. Zum Beispiel fertigen unsere Berufsfachschüler Metall mit Unterstützung der Mechatroniker im ersten Jahr gemeinsam einen Tischkicker. So lernen sie einen kombinierten Herstellungsprozess an einem ganz realen Objekt kennen“, erläutert Blaudischek.

Bei einem Rundgang durch die Schule zeigten sich die Besucher von Hommel+Keller vor allem vom vielfältigen Maschinenpark beeindruckt. Ein sehr positives Zeichen  für die Wirtschaftskraft  und den Förderwillen der Firmen in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg sowie auch den hohen Stellenwert, den die Ausbildung im Bereich Metallbearbeitung genießt. Davon profitieren unter anderem auch die Hochschule Furtwangen mit dem Campus Tuttlingen, die den Maschinenpark ebenfalls gemeinschaftlich nutzen.

„Wir wissen unsere Auszubildenden hier sehr gut aufgehoben. Eine solche Begeisterung im Lehrerkollegium für das Thema Metall und dessen Bearbeitung findet man selten“, meinte Sigmund Grimm abschließend.

Info:

Die Hommel+Keller Gruppe vereint am Standort Aldingen alle Bereiche der  Metallbearbeitung: Werkzeugproduktion,  Härte- und Oberflächentechnik sowie modernste Beschichtungstechnologie. Die Ausbildungsmöglichkeiten sind entsprechend vielfältig:

  • Zerspanungsmechaniker (m/w)
  • Industriemechaniker (m/w)
  • Technischer Produktdesigner (m/w)
  • Maschinen- und Anlagenführer (m/w)
  • Werkstoffprüfer (m/w)
  • Industriekaufmann (m/w), optional mit Zusatzqualifikation „Internationales Wirtschaftsmanagement“