Jakob Keller und Georg Hommel übernehmen die in Konkurs geratene Messwerkzeugfabrik Aldingen GmbH und gründen die Hommel + Keller KG. Zwischen 20 und 30 der ehemaligen Kollegen, sowie die Schutzmarke zeus werden übernommen.
Das Kerngeschäft ist die Herstellung von Messwerkzeugen. Die für deren Herstellung benötigten Rändelwerkzeuge werden für den Eigenbedarf hergestellt.
Das Fabrikgebäude wird umgebaut und in den kommenden Jahren durch einen Anbau und Bezug eines Nebengebäudes erweitert. Die Produktionsfläche verdoppelt sich. 150 Mitarbeiter können beschäftigt werden.
Während des zweiten Weltkriegs hat auch das Unternehmen zu kämpfen: Durch die Einberufungen kommt es zu Personalengpässen. Die wöchentliche Arbeitszeit wird auf 60 Stunden hochgefahren. Wegen Stromknappheit wird wechselschichtig Tag und Nacht gearbeitet. Mindestens 10 Mitarbeiter kehren nach dem Krieg nicht mehr zurück.
Aldingen wird von der französischen Rheinarmee besetzt. Mit der Genehmigung der französischen Militärregierung konnte die Produktion wieder aufgenommen werden. Die Söhne des damaligen Geschäftsführers Jakob Keller, Werner und Rudolf Keller, treten in das Unternehmen ein.
Die Produktion ist durch die Folgen des Krieges erschwert. Rohstoffe sind knapp. Bezugsmarkt, Beziehungen und Schwarzmarkt beherrschen die Szene.
Am 01.Dezember 1945 wird die Kommandistin Ruth Schlenker Komplementär. Ihr Ehemann Johannes Schlenker wird zum Geschäftsführer bestellt.
beginnt in der französischen Besatzungszone die Demontage von Betriebseinrichtungen. Hommel und Keller gelingt es nur durch intensive Verhandlungen die angeordnete Volldemontage und Sprengung der Fabrik in eine Teildemontage umzuwandeln. Die Fabrik kann bestehen bleiben, die Einrichtungen müssen jedoch finanziell abgeglichen werden. Die Ausgleichszahlungen stellen das Unternehmen vor finanzielle Probleme. Durch den Verlust von Maschinen und Einrichtungen bleibt die Produktion erschwert.
Am 31.12.1948 scheidet der Mitbegründer Georg Hommel aus dem Unternehmen aus. Die Geschäftsleitung liegt in den Händen von Jakob Keller und Johannes Schlenker.
Hommel & Keller stellt erstmalig auf der neu entstandenen Industrie- und Exportmesse in Hannover aus. Aufträge von ehemaligen Kunden beleben das Geschäft.
Das Patentamt in München stellt ein Patent auf ein zeus Rändelwerkzeug aus.
Die Fertigungsräume werden nochmals erweitert. Das Grundstück Uhlandstrasse 8 wird erworben, das bisherige Gebäude um zwei Stockwerke erweitert. Die Mitarbeiterzahl steigt auf 150.
Der Weltmarkt öffnet sich. Die Konkurrenz aus Japan, Tschechien, Polen und Ungarn überschwemmen den Markt mit Schraublehren und Mess-Schiebern zu Billigpreisen. Es kommt zu einem untragbaren Preisverfall. Die Fertigung von Schraublehren und Taschen-Schieber wird als Folge davon eingestellt. Schritt für Schritt werden sämtliche Standard Messgeräte aus dem Programm genommen. Die Mitarbeiterzahl verringert sich bis auf 50.
Die Geburtstunde der H+K Härte- und Oberflächentechnik: Aus der Not heraus entwickelt sich ein neuer Geschäftszweig. Mit zwei kleinen Härteöfen, die für die Produktion der Rändelwerkzeuge eingesetzt werden, beginnt man mit der Bearbeitung von Lohnaufträgen. Zeitgleich wird das Rändelwerkzeugprogramm erweitert. Rändelfräswerkzeuge ergänzen das bestehende Produktportfolio Rändelformwerkzeuge und Rändelräder. Die Herstellung von Rändelrädern wird auf Wälzmaschinen verlegt und so teilweise automatisiert. Die Vertriebsstrategie beinhaltet den Aufbau eines aktiven Kundendienstes mit intensiver Kundenberatung.
Jakob Keller tritt als Geschäftsführer und Komplementär zurück. An seine Stelle tritt Herr Werner Keller.
Rudolf Keller übernimmt die kaufmännische Leitung. Das Gebäude Uhlandstrasse 4a wird durch einen Brand zerstört.
Im Jahr 1974 wiederholt sich die Brandkatastrophe. Sowohl die Härterei als auch die Rändelradfertigung sind betroffen. Die Rändelradfertigung wird kurzfristig in die Werkstatträume in die Uhlandstrasse 9 verlegt. Im Industriegebiet Kolbenhalde wird das Grundstück Brunnenstrasse 34 erworben. Zum Ende des Jahres kann dort die Produktion aufgenommen werden.
Das Unternehmen feiert sein 60. Jubiläum.
Der Firmenmitbegründer Jakob Keller stirbt im Alter von 82 Jahren.
Rudolf Keller wird Prokurist.
Die erste EDV Anlage wird in Betrieb genommen
1980 verstirbt die stille Gesellschafterin Natalie Beck. Ihre Nichte, Frau Elsbeth Leiber, geb. Schlenker wird Gesellschafterin.
Nach dem Tod des Geschäftsführers Johannes Schlenker erhält die Firma eine neue Gesellschaftsform. Komplementär der Hommel + Keller GmbH & Co. KG wird die neu gegründete Schlenker, Keller & Co. KG. Werner und Rudolf Keller werden zu Geschäftsführern bestellt.
Das erste Bearbeitungszentrum wird in Betrieb genommen.
Das Härtereigebäude in der Brunnenstrasse erhält den ersten Anbau.
Die erste Vakuumanlage wird in Betrieb genommen.
Der Sohn des Geschäftsführers Rudolf Keller, Peter Keller, tritt als Vertriebsleiter in das Unternehmen ein. Werner Keller scheidet zum Ende des Jahres als Geschäftsführer aus.
Das Dienstleistungsangebot der Härterei wird ausgebaut: Eine Brünieranlage und eine zweite Vakuumanlage werden in Betrieb genommen. Ruth Schlenker wird Kommanditistin. Peter Keller Kommanditist und Geschäftsführer.
Das Unternehmen wird aufgespaltet: Die Hommel + Keller GmbH & Co. KG wird Besitz- und Verwaltungsgesellschaft. Die neu gegründete Hommel + Keller Präzisionswerkzeuge GmbH produziert und vertreibt die zeus Rändelwerkzeuge. Die ebenfalls neu gegründete H+K Härte- und Oberflächentechnik GmbH übernimmt den Geschäftszweig Wärmebehandlungen.
Sigmund Grimm tritt als Assistent der Geschäftsleitung in das Unternehmen ein und erhält zum Jahresende Prokura.
Die Härterei vergrössert durch einen Anbau nochmals ihre Produktionsfläche. Der Bereich Vakuumhärten boomt und es wird in eine vierte Vakuumanlage investiert.
Der Geschäftsbereich Messwerkzeuge wird verkauft. Es erfolgt die Konzentration mit intensivem Ausbau des Produktbereichs Rändelwerkzeuge und Rändelräder.
Die H+K Härte- und Oberflächentechnik nimmt ihre siebte Vakuumanlage in Betrieb.
Die Firma H+K Surface Technology GmbH wird gegründet. Das Dienstleistungsangebot des Unternehmens umfasst PVD-Beschichtungen für den Werkzeug- und Formenbau. Verhandlungen zur Anmietung mit späterem Kauf der an die Härterei angrenzenden Speditionshalle werden aufgenommen.
Sigmund Grimm tritt als Gesellschafter in das Unternehmen ein und wird zum Geschäftsführer aller drei Firmen bestellt. Zum Ende des Jahres tritt Rudolf Keller als Gesellschafter aus.
Im März 2005 beginnen mit dem offiziellen Spatenstich die Bauarbeiten für das neue Verwaltungsgebäude. Im Sommer zieht die Produktion bereits in die neuen Hallen ein. Im Herbst rückt die gesamte Mannschaft nach und bezieht die neuen Räume des Verwaltungsgebäudes der Hommel + Keller Unternehmensgruppe.